DRK braucht dringend mehr Blutspenden

14. Sep 2016

Das wird ja höchste Zeit! Wenn das DRK am 22. und 23. September in Erfurt wieder zur Blutspende bittet, wird der kostbare Lebenssaft sicher schon sehnlichst erwartet: „Tolles Sommerwetter, aber leider kein toller Bestand an Blutkonserven: Die anhaltenden warmen Temperaturen haben dafür gesorgt, dass in den letzten vier Monaten deutlich weniger Menschen zur Blutspende gekommen sind. Seit Mai fehlen dem DRK-Blutspendedienst NSTOB insgesamt 22.000 Spendenwillige, ein Minus von fast zehn Prozent zum eigentlich notwendigen Aufkommen“, heißt es in einem Bericht der Organisation.

Damit auch künftig allen Menschen in gesundheitlichen Notlagen geholfen werden kann, sind jetzt die Erfurter gefragt. Am 22. und 23. September bittet das DRK hier im T.E.C. von 15 bis 19 Uhr zum nächsten Blutspende Termin. Auf dem Parkplatz des Centers macht das Spezialmobil Station. Anmelden können sich die Teilnehmer im Center vor real,- Sport. Den wichtigen Einsatz will das T.E.C. Erfurt gern zum wiederholten Male unterstützen. Unter den Spendern werden erneut vier Centergutscheine im Wert von jeweils 20 € verlost - und jeder Spender erhält wie immer einen kostenlosen Imbiss beim Euro Döner.

Jeden Tag werden 3000 Spendenwillige gebraucht

„Täglich benötigen wir ca. 3.000 Spendenwillige in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bremen, damit wir dieses Gebiet stabil versorgen können. Während der letzten besonders heißen Tage haben uns allerdings pro Tag bis zu 500 Spender gefehlt - das ist dramatisch. Wer bisher noch gezögert hat zur Blutspende zu kommen, wird jetzt dringend gebraucht, denn jede Konserve zählt", sagt Tobias Lüttig, Pressesprecher des DRK-Blutspendedienstes NSTOB. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr könnten Krankenhäuser und klinische Einrichtungen nicht mehr ausreichend mit Spenderblut beliefert und sogar Operationen und Krebstherapien nicht wie geplant durchgeführt werden.
Zusätzlich zu warmen Wetterperioden wirke sich auch mehr und mehr die Bevölkerungswanderung vom Land in die großen Städte auf die Wahrnehmung der Blutspende aus. „Es ist klar erkennbar, dass die Spendebereitschaft in der Fläche deutlich größer ist als in den Städten", erklärt Lüttig.

Wer mithelfen möchte: Grundsätzlich kann jeder gesunde Erwachsene ab 18 Jahren Blut spenden. Mehrfachspender können nach individueller Entscheidung der Ärzte des DRK-Blutspende Dienstes bis zu einem Alter von 72 Jahren (bis zum 73.Geburtstag) spenden. Frauen können viermal, Männer sogar sechsmal innerhalb von zwölf Monaten aktiv werden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Abstand von mindestens acht Wochen liegen. Mitbringen sollten die Blutspender/innen ihren Unfallhilfe- und Blutspenderpass, bei Erstspendern reicht ein amtlicher Lichtbildausweis.

Mit nur einem kleinen Pieks kann jeder einen großen Beitrag leisten zu einem echten Lebensretter werden. Mit einer Blutspende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden. Eine Vielzahl von Patienten verdankt ihr Leben fremden Menschen, die ihr Blut freiwillig und uneigennützig spenden. Neben Unfallopfern und Patienten mit Organtransplantationen sind vor allem Krebspatienten auf Blutpräparate angewiesen. Auch bei ungeborenen Kindern im Mutterleib konnten dank Blutspenden Ärzte bereits Leben erhalten und schwerste Schädigungen vermeiden, berichtet das DRK.

107 Millionen Blutspenden werden weltweit pro Jahr benötigt. In Deutschland wurden im vergangenen Jahr ca. 4,6 Mio. Vollblutspenden entnommen. Davon stellen die sechs regional tätigen DRK-Blutspende Dienste drei Millionen Vollblutspenden für die flächendeckende, umfassende Patientenversorgung zur Verfügung. Rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr.