Was macht eigentlich ein Center Manager?

10. Jan 2016

Porträt: Emanuel Michael – T.E.C. Erfurt

Die bunte Welt des Einkaufs hat viele Facetten. Während die Besucher munter shoppen und sich mit allem eindecken, was man über die Woche so braucht, wird hinter den Kulissen emsig zum Wohl des Kunden agiert - mit einem wohl kalkulierten Centermanagement. Wie im T.E.C. Erfurt, dessen Geschicke Emanuel Michael seit 2010 als Center Manager in Händen hat. Die große Herausforderung ist es: „erstens vom Tagesgeschäft bis hin zum Marketing die über 40 Mieter des Centers unter einen Hut zu bekommen.“ Damit – zweitens - die vielen Besucher hier rundum gut versorgen können und sich höchst wohl fühlen.

Lebensmittel für den Tagesbedarf kaufen, nebenbei die Schuhe besohlen lassen, mal einen Blumenstrauß mitnehmen oder sich mit einer Tasse Kaffee stärken. Etwas Schickes zum Anziehen kaufen oder einen neuen Fernseher. Oder ein neues Handy ins Auge fassen, schnell noch das Rezept vom Arzt in der Apotheke einlösen: das könnten die vielen Kunden des T.E.C. auch anderswo, wäre da nicht der praktische Mix aus allem, was man täglich braucht, unter einem Dach. Zahlreiche Geschäfte, Fachmärkte und Restaurants, überregionale wie auch alteingesessene Anbieter der Region laden zum Kaufen und Bummeln ein. Damit das so bleibt, muss hinter den Kulissen mit viel Know How, aber auch einem Gutteil persönlichem Einsatz gearbeitet werden. Für Center Manager Emanuel Michael eine Selbstverständlichkeit im Handelsalltag.

Einkaufszentrum ist wie eine kleine Stadt

Ein Einkaufszentrum von der Größe des T.E.C. mit seinen gut 400 Beschäftigten ist wie eine kleine Stadt für sich, die täglich zwischen 8 und 20 Uhr ihre Tore öffnet. Den Centerbetrieb eines so großen Einkaufszentrums zu steuern, bedeutet dabei wesentlich mehr als „nur“ eine Immobilie zu verwalten. Es sei ein sehr facettenreicher Beruf, bestätigt Center Manager Emanuel Michael, der neben dem T.E.C. auch noch im Einkaufszentrum Emaillierwerk in Fulda die Fäden in der Hand hat. Der gebürtige Brandenburger sammelte vorher Berufserfahrung unter anderem im City Center Eisenhüttenstadt. „Tag für Tag sind unternehmerisches Denken und eigenständiges Arbeiten bei Marketingfragen und der Suche nach einem optimalen Branchenmix gefragt“, weiß er aus Erfahrung. Mit der Entwicklung der letzten Jahre zeigt sich Emanuel Michael sehr zufrieden: „Das T.E.C. Erfurt hat sich zu einer festen Adresse beim wöchentlichen Einkauf etabliert.“

Als Center Manager hat Michael stets ein offenes Ohr für die Wünsche der Centerkunden und Mieter. Auch wenn er weder Schraubendreher noch Bohrmaschine selbst in die Hand nehmen muss: alle Reparaturen, Wartungen und Erneuerungen werden direkt vor Ort geplant und von der Haustechnik oder regionalen Firmen ausgeführt. Emanuel Michael ist darüber hinaus ständig auf der Suche nach neuen Marketing Ideen. Sein Ziel ist es, auch in Zukunft für einen unbeschwerten Einkauf im Center zu sorgen. „Dazu gehören auch besondere Aktionen, die den Erfurtern und den Käufern aus der Region gefallen“, so der Center Manager. „Wir möchten unseren Kunden ein Einkaufserlebnis bieten, Ihnen zeigen, dass das T.E.C. in den einzelnen Geschäften eine große Markenvielfalt bietet und sich ein Besuch bei uns lohnt.“

Diplomatisches Geschick und Handelserfahrung

Dafür sorgt Michael natürlich besonders im Zusammenspiel mit den Mietern des Centers. Diplomatisches Geschick ist durchaus von Vorteil, denn es gilt unterschiedliche Einzelinteressen zu berücksichtigen. Einhellig der Anspruch der Geschäftsleute an das Management: Intelligente Vermarktung nach Außen, verlässliche Bewirtschaftung und sensible Betreuung der Mieter: „Ich muss gute Rahmenbedingungen organisieren, auch mit dem Ziel die Frequenz zu erhöhen. Ob die Besucher dann in die einzelnen Geschäfte gehen, dafür muss jeder Mieter durch gute Angebote selbst sorgen“, formuliert Emanuel Michael simpel seine Aufgabe. Die Grundvoraussetzungen für die Position eines Center Managers fasst er in drei Worte: „Flexibilität, Zahlenverständnis und Handelserfahrung.“ Dazu gehören Personalführung, kaufmännische Verwaltung, Etatverantwortung, Marktanalysen der Mitbewerber, Mieter-, aber auch Kundenbetreuung und Öffentlichkeitsarbeit. Darüber hinaus treibt der Center Manager die Vermietung voran, unterbreitet dem Vermietungsmanagement Vorschläge bei Umstrukturierungen, verhandelt selbst mit kleineren Händlern aus der Region, optimiert überhaupt zu gegebener Zeit den Mieter- und Branchenmix, kümmert sich um die Mietverwaltung wie auch um die Über- und Rücknahme von Mietflächen.

Der erste Eindruck muss der beste sein

Der erste Eindruck für alle Kunden muss eben der beste sein. Center Manager Michael kontrolliert persönlich, ob in dem großen Komplex alles picobello ist: „Sauber und sicher muss unser Center sein. Er organisiert die Dienstleister, kontrolliert und optimiert das Budget. Baumängel und deren Behebung, Betreuung von Umbauten und Shoperöffnungen sowie Energiemanagement sind weitere Schwerpunkte seiner Arbeit. Hier versucht Michael im Sinne der Umwelt und der Kostendämpfung zu optimieren: „Wir arbeiten beim Licht mit Zeitprogrammen, Dämmerungsschaltern und Energiesparlampen. Und manchmal lohnt es auch, die Heizungsanlagen auf temperaturabhängige automatische Regelung zu prüfen.“